Südafrika 2019 – Ein Urlaub mit zwei Seiten

Südafrika nimmt am Kontinent Afrika eine besondere Rolle ein. Mit knapp 58 Millionen Einwohnern und 1,2 Millionen km² ist es weder das bevölkerungsreichste, noch größte Land. Aber es ist jenes das mit Abstand am höchsten entwickelt ist, gehört es doch nicht nur zu den BRICS Staaten, sondern ist auch UN Gründungsmitglied und als einziges afrikanisches Land Mitglied der G20-Wirtschaftsmächten. Vor allem die Landwirtschaft, die Bodenschätze und der Tourismus mit seinen Dienstleistungen bringt dem Land viel Geld ein. Allerdings spricht das restliche Afrika auch davon, dass Südafrika eigentlich nicht das „echte Afrika“ ist. Sie beziehen sich damit auf den enormen Einfluss den die Kolonialisierung der Europäer auch heute noch auf das Land hat.

Südafrika liegt, wie der Name schon sagt, ganz im Süden des Kontinents und hat damit eine Küste sowohl zum indischen, als auch zum atlantischen Ozean. Das Königreich Lesotho wird komplett umschlossen, während im Norden die Nachbarländer Namibia, Botswana, Simbabwe und Mosambik an Südafrika grenzen.

Erwähnenswert ist ebenfalls, dass das Land gleich drei Hauptstädte hat. Pretoria ist der Sitz der Regierung und wird als eigentliche Hauptstadt bezeichnet. Während den Sitz des obersten Gerichtshofs in Bloemfontein kaum jemand kennt, ist die bekannteste Stadt – Kapstadt – eigentlich nur der Sitz des Parlaments.

Natürlich darf auch der krasse Gegensatz der Ethnien nicht unerwähnt bleiben. Bis vor wenigen Jahren herrschte noch die Apartheit, also die Rassentrennung, in Südafrika. Dieses dunkle Zeitalter der afrikanischen Geschichte ist bis heute deutlich spürbar und wir werden immer wieder darauf eingehen.

So vielfältig wie die Menschen sind auch die Sprachen. Englisch und Afrikaans ist vor allem unter den Weißen und Coloureds weit verbreitet, während die Schwarzen 9 weitere amtliche Landessprachen sprechen. Damit ist Südafrika weltweit eines der Länder mit den meisten Amtssprachen.
Afrikaans basiert auf der niederländischen Sprache und bedient sich einiger Begriffe von Sprachen rund um den afrikanischen und asiatischen Kontinent.
Trotzdem klappt die Verständigung in Englisch im gesamten Land sehr gut und man muss somit keine Sorge haben, irgendwo nicht verstanden zu werden. Deutsch wird unserer Erfahrung nach dafür kaum gesprochen.

Unsere Reise

Aber unsere Reise hat wenig mit den geografischen und politischen Gegebenheiten des Landes zu tun. Da ihr im Zuge des Blogs noch sehr viel lernen werdet, spare ich mir hier den Rest und erkläre kurz wie unsere Reise abläuft.

Diese teilt sich zu zwei ziemlich gleichen Teilen in eine Safari im Osten und die Garden Route und Kapstadt im Westen des Landes. Wir fliegen Ende Oktober von Wien nach Johannesburg und verbringen dann die erste Woche größtenteils damit Tiere im Kruger National Park zu suchen, wobei wir hier sowohl in öffentlichen, als auch einem privaten Camp sein werden. Anschließend geht es per Flugzeug nach Port Elizabeth, von wo aus wir die Garden Route an der Südküste bis hinüber nach Kapstadt fahren. Von dort treten wir Anfang November dann wieder unseren Heimflug an.

Euch erwarten unglaubliche Tiersichtungen, viele lehrreiche Informationen, von denen ihr bestimmt noch nicht wusstet, dass ihr sie nicht wisst, eine atemberaubende Atlantikküste, unendliche Wüstenlandschaften und natürlich das bunte Treiben im hippen Kapstadt.

Also wollen wir keine Zeit mit weiteren trockenen Worten verlieren, sondern sofort los starten. Der Flug nach Johannesburg, über Frankfurt hebt in kürze ab: