Tag 2 in L.A. begannt recht früh. Für Katrin früher als mich, da sie schon sehr zeitig hell wach war (Jetlag ist schon was Tolles …). Ich konnte zum Glück bis ca. 6 Uhr schlafen aber dann war für mich auch Schluss. Nach einem gemütlichen Frühstück (sehr gute Muffins und auch der Kaffee war annehmbar) ging es auch schon los zu unserem ersten Stopp … dem Universal Studio.

Wir wollen dort nur den halben Tag verbringen und werden deswegen nicht mit Rides fahren können. Das ist einer der Kompromisse die wir schließen mussten, damit sich unsere Tour ausgeht. Da wir aber sowieso nicht so die Fans davon sind, tat uns das am wenigsten weh.
Die Fahrt dorthin war etwas aufregend, da unser Navi zum ersten Mal meinte uns falsch führen zu müssen. Wir landeten auf der Abfahrt zum Universal Bürokomplex. Den Stau könnt ihr euch vermutlich vorstellen.

Das Universal Studio ist mittlerweile ein Vergnügungspark der auch von vielen Amerikanern genutzt wird. Gut wir sind munter, wir sind angekommen, aber das Wetter ist grauslich. Es regnet immer wieder und es ist schwül. Macht euch aber keine Sorgen um unsere Laune … der geht es bestens . Und auch das Wetter hat gegen Mittag entschieden, dass es keinen Sinn hat uns den Urlaub zu versauen und ist Richtung Norden abgezogen. Sollen sich die in San Francisco damit rumschlagen … die sind das gewohnt .

Der Eintritt ist horrend und auch im Park kostet alles gleich einmal das Doppelte. Allein für das Parken werden erst einmal 18$ kassiert. Zum Mittagessen kommen wir noch …

Nach Anraten von mehreren Amerika-Urlaubern haben wir sofort die Studiotour mitgemacht. Dabei wird man mit einem Wagen durch (teilweise aktive) Filmsets geführt. Auf einem Abschnitt mussten wir sogar ruhig sein, und die Bordunterhaltung wurde abgeschalten um den Dreh eines Werbespots nicht zu stören.
Ab und zu gibt es dann recht sinnlose „Achterbahneinlagen“. Amerikaner und ihre Achterbahnen … ich werde es nie ganz verstehen aber ok. Jedenfalls beinhaltet die Tour einige Highlights für Fans von Film und Fernsehen. Uns hat es gefallen. Schade war nur, dass sich alles auf recht alte Filme bezieht. Vielleicht könnte das Ganze mal aktualisiert werden .

Beim verlassen der Studiotour hat man dann (mit einem Teleobjektiv) auch einen schönen Überblick über die nebenan gelegenen WB Studios, die sich leider auf dieser Reise nicht mehr ausgegangen sind. Auch hier mussten wir uns aus Zeitgründen für eine Sache entscheiden …

Wir wussten ja bereits, dass wenige Tage vor unserem Besuch das Harry Potter Land eröffnet wurde. Die Anzahl an kuttentragender und zauberstabschwingender Leute überraschte uns dann aber doch. Die Amerikaner leben so etwas wirklich mit jeder Faser ihres Körpers. Natürlich wurden überteuerte Getränke und Essen im Stil von Harry Potter in unglaublichen Mengen konsumiert. Ich habe zwar alle Teile gelesen und gesehen, aber so wirklicher Fan bin ich nicht davon. Nun gut …

Bis zu der ersten Show (der Special Effects Show) hatten wir noch einige Minuten und so spazierten wir durch Springfield. Echt Respekt was hier hochgezogen wurde. Die Detailverliebtheit ist grenzenlos .

Von der Stunt Show gibt es leider keine Bilder, da es sehr dunkel war und ich selbst ja auch etwas mitbekommen wollte . Die Show war sehr interessant und stellenweise wurden Dinge erzählt die einen sehr überrascht haben. Aber auch hier bezog sich alles auf eher ältere Techniken. Vermutlich machen sich Computeranimationen auf der Bühne auch nicht so gut .

Jetzt zum schon angesprochenen Mittagessen. Wie viel wäre euch so ein Hot Dog wert?

Vielleicht 5$? Oder 7$? Na ich spanne euch nicht auf die Folter. Ganze 10$ haben sie uns pro Hot Dog dafür abgenommen. Ich habe wirklich schon kurz überlegt an diesem Tag zu hungern aber das Abendessen sollte mich wieder versöhnlich mit dieser Stadt stimmen.

Leider kommt jetzt auch schon der letzte Programmpunkt im Universal Studio. Die Waterworld Show ist absolut genial. Gut, dass wir einige Zeit warten mussten, denn ich musste Katrin die Handlung von dem Film (den echt wenige gesehen haben ) erzählen. Zuerst war sie etwas skeptisch, sieht die Show aber mittlerweile als Highlight des Parks. Ich kann sie nur jedem empfehlen!
Achja … die Wet-Zone in den ersten Reihen ist ernst gemeint. „You’ll get really really wet!“ ist nicht nur eine Floskel. Die Stuntleute (die übrigens aktiv in Filmen mitspielen und ständig wechseln) verdeutlichen dies auch, indem sie einzelnen Personen ganze Kübel (=Eimer) mit Wasser über den Kopf schütten. Danach hatte ich ein wenig Angst und packte die Kamera ein. Deswegen gibt es auch nur ein Bild …

Da es jetzt schon 15 Uhr ist und wir noch einiges vor haben müssen wir uns jetzt in Richtung Ausgang begeben …

Da sich der Regen ja verzogen hat, entschieden wir jetzt erst einmal zum Strand zu fahren.

Zuerst besuchten wir den Santa Monica Beach. Parkplätze gibt es hier ausreichend, auch wenn diese sehr teuer sind. Der Pier am Santa Monica Beach wurde zu einem kleinen Vergnügungspark ausgebaut. Es gibt hier vom Essen bis zur Achterbahn (*augenroll*) alles. Aber worum es hier wirklich geht ist der Strand und das Meer. Der Sand ist einfach traumhaft … das Meer sicher ein wenig kalt aber wir wollten es bei 15°C nicht ausprobieren .

Kleines Detail am Rande: der Pier ist auch das Ende (oder der Anfang) der legendären Route 66.

Von hier wollten wir den Boardwalk (also quasi ein Weg entlang des Strandes) bis zum Venice Beach gehen. Dies sollte nach unseren Recherchen gute 45 Minuten dauern. Und so war es dann auch. Der Weg war auf Grund der jetzt doch hohen Temperaturen sehr mühsam und wir hätten den Anfang vielleicht ein wenig ruhiger angehen sollen. Aber wie sagt man so schön: wir sind ins kalte Wasser gesprungen und unsere Füße wissen jetzt was sie in den kommenden Tagen noch alles erwarten wird.

Sobald man die Grenze zu Venice Beach (anderer Stadtteil) übertritt verändert sich die gesamte Kulisse. Am Boardwalk wimmelt es nur so von mehr oder weniger ernsthaften Künstlern die Versuchen ihre Kunst an den Mann und Frau zu bringen.
Am Ende unserer Wanderung stand der bekannte Muscle Beach, der aber bei unserer Ankunft sehr leer war. Entweder ist der „Boom“ der Männer die hier ihre Muskeln zur Schau stellen schon vorbei oder wir hatten einfach Pech. Auch hier muss ich wieder zugeben, dass ich nur wenig beeindruckt war.

Zum Abschluss vom Tag wollten wir uns noch kurz eine (vermutlich unleistbare) Gegend ansehen. In den Venice Canals wurden Kanäle vom Meer gegraben und drum herum Häuser gebaut. Es ist eine sehr stille und idyllische Gegend mitten in der Großstadt. Wirklich traumhaft …

Am Rückweg kam dann noch ein bisschen Baywatch-Feeling auf ….

Nachdem wir danach noch einen kurzen Spaziergang am Sunset Boulevard eingelegt haben, wo normalerweise die Reichen und Schönen einkaufen gehen (so sieht es auch aus … sehr viel Bling Bling und teure Marken) mussten wir noch etwas zum Essen auftreiben. Es war ja bereits 21:30.

Auf dem Weg zu einem Subway konnte ich meinen Augen nicht trauen. Da sehe ich doch vor mir das Logo vom „Shake Shack“. Für alle die es nicht wissen: mein absoluter Lieblingsburgerladen in den USA (Spoiler: noch!). Nach einem eher waghalsigen Stunt um noch die Einfahrt zu bekommen standen wir also da … bei einem Shake Shack bei dem ich überrascht war, dass es ihn hier gibt. Man verdeutliche es sich: in ganz L.A. gibt es nur einen … und den haben wir durch Zufall (!) gefunden. Wer da nicht an Schicksal glaubt …

Dort sind wir dann gleich den zwei liebsten Hobbys der Amerikaner nachgegangen: Schlange stehen und Small Talk führen . Während wir in der Schlange stehen quatscht uns der Typ vor uns einfach an. Nach dem üblichen „Woher seid ihr denn?“ usw. haben wir offensichtlich sein Interesse geweckt und quatschen ein wenig über unsere Reise und Wien. Insbesondere konnte sie uns nicht glauben, dass wir Auto fahren in Kalifornien entspannt finden. Sie haben uns versprochen, falls sie jemals in Österreich sind nicht mit dem Auto zu fahren (was glaube ich gut für uns alle ist hehe).
Wenig später hätten sie uns sogar einen Sitzplatz reserviert. Man muss sich das vorstellen: wir sind denen wildfremd! Sowas würde es in Österreich nicht einmal geben wenn Weihnachten auf Ostern fällt …

Die Burger haben wir dann entspannt im Hotelzimmer gegessen und sind kurz danach auch schon ins Bett gefallen.

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