Wir zeigen euch 7 Orte die ihr bei eurem ersten Besuch auf O'ahu gesehen haben müsst. Dabei sind einige Geheimtipps und die klassischen Sehenswürdigkeiten.

Things to do on your first trip to O’ahu

O’ahu ist zwar nur die drittgrößte Insel des Hawai’i-Archipels, trotzdem befindet sich auf ihr die Hauptstadt Honolulu. Auf der Insel werden großflächig unter anderem Agrarprodukte wie Ananas, Papaya und Kakao angebaut, der Haupteinnahmezweig ist aber der Tourismus. Weil sich hier der einzige internationale Flughafen der Inselkette befindet, setzen die meisten Touristen auf O’ahu zum ersten Mal ihren Fuß auf den hawaiianischen Boden. Ein erheblicher Teil der Touristen stammt aus Asien und dem US Festland. Vor allem die Ausrichtung auf asiatische Touristen merkt man deutlich.

Dabei beschränkt sich das Touristenprogramm der meisten auf einige wenige Dinge in und rund um Honolulu. Wir möchten euch in diesem Beitrag zeigen, dass O’ahu, neben diesen Sehenswürdigkeiten, auch noch sehr viel mehr zu bieten hat und deswegen in keiner Urlaubsplanung auf Hawai’i fehlen sollte.

Lesetipp: Vor kurzem waren wir über 3 Wochen auf Hawai’i und haben dabei die vier größten Inseln O’ahu, Maui, Kauai und Big Island ausgiebig unter die Lupe genommen. Wie üblich haben wir jeden Tag davon in einem eigenen, ausführlichen Blogartikel beschrieben. Wer nun Lust darauf bekommen hat, findet hier unseren Hawai’i Reisebericht.

1. Honolulu Towndown und Waikiki Beach

Beginnen wir dort wo sich die meisten Leute aufhalten, in der Hauptstadt Honolulu. In dieser Stadt, direkt am berühmten Waikiki Beach, kann man sicherlich mehrere Wochen Urlaub verbringen. Dies ist vor allem bei vielen asiatischen Touristen sehr beliebt. Unserer Meinung nach hat Hawai’i aber einen ganz anderen Fokus. Die Großstadt Honolulu kommt nicht so gut rüber wie zum Beispiel Miami.

Altstadt

Trotzdem möchten wir euch ein paar Highlights in dieser Stadt vorstellen und beginnen direkt mit der Altstadt. Ja diese gibt es hier sogar, denn Hawai’i hat eine für die USA sehr lange Geschichte. Die alten Paläste und Gebäude kann man ganz bequem zu Fuß abgehen. Nicht auslassen sollte man dabei das State Capitol, Honolulu City Hall, King Kamehameha Statue, Iolani Palace und den etwas abseits beim Hafen gelegenen Aloha Tower.

Tipp: Auf den Aloha Tower kann man tatsächlich kostenlos hinauf fahren. Wir waren dort alleine und konnten den Rundumblick über den Hafen genießen.

Waikiki Beach und Surfen

Wer möchte findet hier am Waikiki Beach mehr als genug Anbieter für Surfkurse. Fast der gesamte Strandabschnitt ist durch Wellenbrecher vor der gefährlichen Brandung geschützt und bietet somit perfekte Bedingungen um zum ersten Mal am Brett zu stehen.

Wer sich das nicht zutraut, der kann auch ganz bequem am Strand liegen und den Einheimischen und Touristen gleichermaßen beim Wassersport zusehen. Der feine Sandstrand und das nur langsam abfallende ruhige Meer mit sauberem Wasser laden zu einem Strandtag ein. Man sollte aber wissen, dass es hier sehr voll werden kann.

Gratis zum Hulatanz und Feuerwerk

Honolulu macht viel um für Touristen attraktiv zu werden. Unter anderem findet direkt am Waikiki Beach mehrmals in der Woche eine gratis Hula Show statt. In dieser wird nicht nur der Tanz selbst gezeigt, sondern auch seine geschichtliche Bedeutung erklärt. Man sollte für einen guten Sitzplatz aber etwas früher vor der Bühne sein.

Wer am Freitag Abend bei gutem Wetter in Honolulu ist, sollte ironischer Weise aus der Stadt raus, auf die „Magic Island“ fahren. Dabei handelt es sich um eine kleine Halbinsel im Hafen der Stadt, auf der sich die Einheimischen gerne erholen. Freitag Abend hat dieser Ort aber noch einen Vorteil: den besten Blick auf das Feuerwerk des Hotel Hilton, mit den Hochhäusern der Stadt im Hintergrund.
Das kurze aber geniale Feuerwerk lässt sich am besten mit einem kleinen Snack auf der Ostseite der Halbinsel genießen. Nehmt am besten eine Decke oder  noch besser eines der genialen Microfaserhandtücher* mit und macht es euch irgendwo in der Wiese bequem.

2. Diamond Head

Ich muss euch warnen, denn bei diesem Punkt handelt es sich um das echte 0815 Touristenprogramm. Der Diamond Head ist ein erloschener Vulkankrater vor den Toren von Honolulu. Im zweiten Weltkrieg wurden hier mehrere Bunkeranlagen gebaut und damit zugänglich gemacht. Die Anlagen sind heute nicht mehr in Betrieb aber die Wege und Treppen werden weiterhin betreut.
Allerdings darf man das Wandern bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht unterschätzen. Deswegen und auf Grund der Touristenmassen empfehlen wir euch dringend den Trail gleich in der Früh zu gehen. Dann habt ihr auch noch eine Chance auf einen Parkplatz innerhalb vom Parkplatz und erspart euch so einige Kilometer.

Oben angekommen, hat man mehrere Aussichtsmöglichkeiten, die alle sehr beeindruckend sind. Fazit: Auch wenn ihr hier sicher nicht alleine sein werdet, muss man einmal oben gewesen sein um den Anblick der Stadt am Meer zu genießen.

3. Hanauma Bay

Wenige Fahrminuten von Honolulu entfernt liegt die Hanauma Bay, ein gefluteter Vulkankrater, der auf Grund seines niedrigen Wasserstandes und der geschützten Bucht ein Paradies für Korallen und Fische ist. Ja so wäre es, wenn da nicht die unglaublichen Touristenmassen wären. Und trotzdem möchte ich diesen Spot erwähnen, weil das Schnorcheln hier besonders einfach und praktisch ist. Für derzeit $7,50 Eintritt (März 2019) bekommt man einen einen bewachten schönen Strand mit Duschen.

Auf Grund der vielen Touristen und ihrer Sonnencreme, die den Korallen schadet, sind viele Korallen gestorben und die Fische weiter hinaus aufs Meer gewandert. Dort ist es aber deutlich gefährlicher zu schnorcheln. Die Bucht hat daher immer am Dienstag geschlossen um dem Ökosystem eine Chance auf Erholung zu geben. Trotz der aufgezählten Probleme, werdet ihr schon bei den ersten kurzen Schnorchelgängen viele Fische sehen.

Bitte beachtet aber, dass die Korallen weder berührt noch auf ihnen herumgegangen werden darf. Respektiert die Natur, damit auch noch die Generationen nach euch etwas davon haben.

Tipp: Da es bis zum Strand runter einige Meter sind (ihr könnt aber auch ein kostenpflichtiges Shuttle nehmen), empfehle ich euch einen Rucksack mitzunehmen. Außerdem haben sich hier wieder unsere Karabiner* ausgezahlt – denn die nassen und sandigen Sachen konnten wir beim Rückweg einfach außen an den Rucksack hängen, sodass dieser sauber blieb.

4. Laniakea oder einfach: Turtle Beach

Ganz im Norden von O’ahu befindet sich ein ganz kleiner Strandabschnitt. Im Winter finden sich hier viele Surfer, da die Wellen in diesem Abschnitt sehr hoch werden können. Im Sommer, wenn die Brandung eher ruhig ist, besticht dieser Strand vor allem durch seine große Chance eine Wasserschildkröte zu sehen. Unter Tags rasten die streng geschützten Tiere am Strand und möchten dabei auch nicht gestört werden.
Auch wenn viele freiwillige Helfer versuchen die Touristen davon zu informieren, gelingt es nicht immer. Also bitte habt Respekt und lasst einige Meter Abstand zu den Tieren.

Wir genossen diesen Strandabschnitt mit einer Schildkröte bei einem Snack und einem wunderbaren Sonnenuntergang.
Parken könnt ihr einfach entlang der Straße, wo es normalerweise genügen Parkplätze am Abend gibt.

5. Shave Ice essen

Shaved Ice ist eigentlich nichts anderes als der Name schon vermuten lässt. Traditionell wird von einem Eisblock Eis abgekratzt, zu einer Kugel geformt und diese mit Sirup verfeinert. An sich nichts Besonderes, aber es ist scheinbar eine Kunstform, die vor allem bei Matsumoto Shave Ice (nein wir bekommen nichts für die Werbung) perfektioniert wurde. Wir haben uns von Einheimischen sagen lassen, dass die Reiseführer in diesem Punkt Recht haben, denn nur wenige bekommen das Shaved Ice ohne Eisstücke darin hin.
Leider müsst ihr dafür mit einer ziemlich langen Schlange vor dem Geschäft rechnen, aber das lohnt sich für diese richtige hawaiianische Tradition.

Man kann zwischen unzähligen Geschmacksrichtungen auswählen und es ist sogar möglich den Eisbecher mit Vanilleeis zu kombinieren, was wir euch unbedingt empfehlen wollen.

6. Über den Tantalus Drive zum Pu’u Ualaka’a State Park

Direkt vor den Toren von Honolulu liegt, mitten auf einem Hügel, der unaussprechliche Pu’u Ualaka’a State Park. Das Besondere an ihm ist, dass ihr am Tantalus Lookout einen tollen Überblick über Honolulu habt – und das völlig kostenlos!

Wenn ihr außerdem den etwas längeren Weg über den Tantalus Drive nehmt, garantiere ich euch eine unvergessliche Fahrt durch einen Urwald. In dieser ziemlich noblen Wohngegend bilden die Bäume über einem einen Tunnel durch den ihr bequem auf einer asphaltierten Straße hindurch fährt.

Am Besten fahrt ihr bereits am späteren Nachmittag mit einem Snack weg, genießt die Fahrt und danach den Sonnenuntergang bei einem Picknick auf der Wiese. Aber Achtung: der Park schließt direkt nach dem Sonnenuntergang. Meistens geht ein Ranger aber durch und motiviert die Leute zum Gehen.
Parkplätze direkt vor dem Spot sind eher rar, aber ihr könnt auch etwas weiter unten stehen bleiben, von wo es einen Verbindungsweg gibt.

Tipp: Bei der Rückfahrt über den „Round Top Drive“ gibt es immer wieder Parkbuchten außerhalb des Parks, wo ihr einen tollen Blick auf Honolulu bei Nacht bekommt. Ihr solltet für solche Aktionen unbedingt eine Stirnlampe* oder zumindest eine Taschenlampe* dabei haben. Nicht überall gibt es genug Straßenbeleuchtung und Absperrungen sind nicht immer vorhanden.

7. Pearl Harbor

Neben dem Waikiki Beach ist wohl Pearl Harbor einer jener Begriffe, die schon Kinder mit Hawai’i verbinden. Uns wird im Geschichtsunterricht ja auch beigebracht, dass die Schlacht um Pearl Harbor für den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg verantwortlich ist (auch wenn das so nicht ganz stimmt).

Heute ist der ehemalige Militärhafen fast zur Gänze in ein Museum umgebaut worden. Neben Filmvorführungen, versunkenen Schiffen die als Grab für tausende Matrosen dienen, einem U-Boot und vielen Ausstellungen vergisst man schnell die dramatischen Szenen die hier vor einigen Jahrzehnten stattgefunden haben. Immerhin haben an diesem Ort und in diesen Gewässern tausende Menschen sinnlos ihr Leben verloren – und es sollten nicht die letzten in diesem Krieg sein.

Ein Besuch in Pearl Harbor ist aber trotzdem Pflicht, sei es nun um die Gefallenen zu Ehren oder um diesen geschichtsträchtigen Ort hautnah zu erleben.

Der Eintritt ist für die einzelnen Stationen zu bezahlen und nicht sonderlich günstig (Eintritt aufs Battleship Missouri kostet derzeit $42). Dafür gibt es für die Filmvorführung und das Wassershuttle zur versunkenen USS Arizona jeden Tag ein Kontingent von kostenlosen Karten die vor Ort verteilt werden. Zeitig hier sein ist auch auf Grund der Hitze kein Fehler.

Hinweis: Es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, aber es sollte beachtet werden, dass keinerlei Taschen mit hinein genommen werden dürfen (nur eine Wasserflasche und Kamera ist erlaubt). Taschen können allerdings gegen ein paar Dollar sicher verwahrt werden.

Reisetipp: Da ihr keinerlei Taschen mitnehmen dürft, empfehle ich euch bei größeren Kameras einen vernünftigen Gurt zu verwenden. Jene die bei der Kamera dabei sind, werden gerade im hawaiianischen Klima schnell zur Qual. Bei diesem Urlaub habe ich zum ersten Mal den Peak Design Slide Lite* verwendet und war begeistert. Der Vorteil dabei: wenn er nicht gebraucht wird, lässt er sich mit wenigen Handgriffen schnell von der Kamera lösen.

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