Ich gebe es ehrlich zu: der heutige Beitrag ist nur im Zuge einer Reise entstanden, die hier am Donaukanal startete. Ganz in der Nähe von jenem Ort den ich für „Wien Teil 1“ besucht habe. Wohin es ging und was ich dort erlebt habe, werdet ihr in den kommenden Tagen erfahren. Die Abfahrt war jedenfalls sehr zeitig in der Früh und ich wollte die Morgenstunden für ein paar Bilder nutzen. Ich hatte aber nicht so viel Glück wie ich dachte und die Sonne ging viel zu schnell auf bevor ich noch gute Motive finden konnte.

Über die Schwedenbrücke gelangt man auf die andere Uferseite. Aus dem Jahre 1368 gibt es die erste nachweisbare Erwähnung einer Brücke an dieser Stelle. Es war damals die einzige feste Verbindung zwischen dem Wiener Stadtkern und der anderen Seite der damals noch nicht regulierten Donau. Man kann also sagen, dass es sich dabei um die „Wiener Ur-Brücke“ handelt 😉 Im Übrigen sind sowohl der angrenzende Schwedenplatz, als auch die Schwedenbrücke tatsächlich nach dem Land Schweden benannt und soll an deren humanitäre Hilfe für Kinder im Ersten Weltkrieg erinnern.

Das nachfolgende Bild erinnert mich daran, dass ich hier mal wirklich zum Sonnenaufgang herkommen muss. Rechts ist die Urania erkennbar, die ich bereits in meinem Teil 1 zu Wien vorgestellt habe. Links im Bild würde man mehr als nur einen Turm des Wiener Praters erkennen, wenn da nicht die Bäume wären.

Da mir das Licht also keinen Gefallen mehr tun will, konzentrierte ich mich darauf die vielen Graffitis hier am Kanal näher unter die Lupe zu nehmen. Die meisten empfinden es ja als Sachbeschädigung, aber die wenigsten wissen, dass es hier am Donaukanal tatsächlich seit über 20 Jahren erlaubt ist die Wände zu besprühen. Und so kommen sogar internationale Künstler nach Wien um ein wenig Farbe in den grauen Kanal zu bringen.

Und sogar Kunstwerke aus Metall rosten … äh … stehen hier im Rasen herum. Man mag davon halten was man will, aber es handelt sich definitiv um moderne Kunst 😉

Abschließend noch ein kleiner Teaser auf den nächsten Beitrag. Mit diesem Schnell-Katamaran geht es im kommenden Beitrag in eine europäische Hauptstadt. Seid gespannt!