Heute bricht unser letzter Tag auf Kaua’i an und wenn wir uns ehrlich sind hat uns die Insel bisher nicht so ganz überzeugen können. Vor allem das Wetter spielt uns viel zu oft einen Streich und so können wir nicht ganz warm werden mit diesem eigentlich fantastischen Ort. Aber für jeden gibt es eine Insel und auch wir werden unsere noch finden. Abwarten 🙂

Ein Ärgernis hier war nun schon 2 Mal der McBryde & Allerton Gardens. Dieser verschreibt sich der Erhaltung und Erforschung einheimischer und eingeführter Pflanzen. Wir wollten bereits am Anfang in den McBryde aber da war ja Mitarbeiterschulung und daher geschlossen. Ein zweites Mal war erst wieder ein Tour frei als wir keine Zeit mehr hatten.
Wir haben also mit diesem Garten abgeschlossen gehabt. Bis da der heutige Tag kam.

Wie alles begann

Von vorne: ich habe vor einigen Tagen erst gesehen, dass es eine große Kakaofarm auf Kaua’i gibt und diese sogar neben unserem Hotel liegt. Dort wird eine 3 stündige Führung angeboten bei der man gerade reife Früchte und danach natürlich allerlei Schokoladen kosten kann. Leider wussten wir bis gestern Abend nicht ob wir dafür Zeit haben. Gestern Abend konnte man aber nichts mehr buchen, weshalb wir einfach heute früh hingefahren sind.

Die Frau die die Tour leitet begrüßt uns sofort total nett, als sie aber hört, dass wir keine Karten haben ist sie fast schon zu enttäuscht. Es tut ihr so leid aber es gibt sogar eine Warteliste mit 10 Personen und das Gesetz verbietet es ihnen mehr Leute auf das Grundstück zu lassen (jaja aber immer auf die EU schimpfen … auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibts sowas).

Hilft alles nichts, wir fahren wieder. Und da kommt uns die Idee es doch nochmal beim McBryde & Allerton Gardens zu versuchen. Die nächste Tour ist leider ausgebucht aber in einer Stunde gibt es eine Kombitour aus dem Besten der beiden Gärten. Nicht ganz günstig aber das machen wir nun.

In der Wartezeit gehen wir noch einmal zum Spouting Horn, wo wir schon vor ein paar Tagen waren. Diesmal ist der Zaun offen und so kann ich (Gerald) hinunter zu den Klippen.

Ein sehr interessanter Blickwinkel, vor allem bei Sonnenuntergang und hohem Wellengang. Beides haben wir aber nicht, daher ist das Ereignis eher mau:

Jetzt aber wirklich Blumen schauen

Im richtigen Blogbeitrag werde ich näher auf diesen Garten und seine Geschichte eingehen. Jedenfalls ist es so, dass die beiden Namensgeber ein gigantisch großes Landstück auf Hawaii besitzen und dies heute immer noch in einer Stiftung ist. Diese kümmert sich drum, dass einheimische Pflanzen nicht aussterben. Auf Grund der Einschleppung von fremden Pflanzen kommt das leider immer häufiger vor.

Interessanter Fakt ist nämlich: Hawaii ist tatsächlich ein Paradies. Und weil das so ist haben viele Tiere und vor allem Pflanzen im Laufe der Evolution alle Abwehrmechanismen verloren. Ganz im Gegenteil zu jenen Pflanzen außerhalb der Inselkette die sich natürlich über ein Paradies reich an Wasser, Nährstoffen und keinen Feinden freut. Dabei werden die einheimischen Pflanzenarten teilweise wortwörtlich erdrückt.

Wir werden von einem weibliche Guide (aus Italien … schon wieder aus Europa. Was ist denn hier los?) in einem Bus herum gefahren. Zuerst geht es vorbei an diesem unfassbar schönen Strand (auch dieser wäre frei zugänglich). Hier wurde unter anderem Fluch der Karibik gedreht:

Danach sehen wir erst einmal die Forschungseinrichtungen. Schon beeindruckend was die hier abhalten. Tausende Samen werden hier teilweise jahrelang zum Keimen gebracht.

Hier gibt es wirklich ganz besondere Pflanzen wie diese, deren Wurzelknolle wie ein Ameisenbau aufgebaut ist. Wenn eine Ameisenkolonie vorbei kommt ziehen sie gerne in das fertige Haus ein. Im Gegenzug verteidigen die Ameisen die Pflanze ungewollt (ist ja ihr Revier) gegen Schädlinge. Solche Symbiosen findet man unendlich oft hier.

Neben der Bucht gibt es aber noch einen berühmten Drehort. Wer erkennt ihn:

Jup das ist der Baum in dem sie in Jurassic Park die Eier finden (nein das wurde auf dem Bild dort platziert 😉 ).

Funfact: Als die Dreharbeiten abgeschlossen waren und nur noch Spielberg und einige Crewmember vor Ort waren traf ein Hurrican Kaua’i sehr schlimm. Steven Spielberg fackelte nicht lange und beschloss einige Szenen aus dem Film im wirklichen Sturm (!) zu drehen. Diese haben es auch wirklich bis in den fertigen Schnitt geschafft. Danach half die Crew bei den Aufräumarbeiten. Vorbildlich!

Wir sehen einige sehr spannende Dinge, die man aber wohl ohne Guide gar nicht bemerken würde. Hier zum Beispiel eine wild wachsende Vanille (Orchidee). Jetzt wissen wir auch wieso diese in der Zucht „klein“ gehalten wird. Sonst wäre das ernten mühsam 😉

Achja: es ist das Ding, das da auf den Baum hoch wächst 😉

Die Sache mit dem Waschen …

In diesem Urlaub noch viel schlimmer als sonst: wir müssen öfters waschen, sonst wären unsere Koffer zu schwer. Kein Problem, denn im Hotel gibt es ja Waschmaschine und Trockner. Und während ersteres super funktioniert, ist die Wäsche nach der Anwendung von zweiterem immer noch nass (!).

Kurzum schnappen wir uns die Wäsche und fahren in einen Waschsalon in der nächsten Stadt. Dort ist dann alles in 12 Minuten (nein ich habe keine Ahnung wie das so schnell gehen kann) trocken.

Wir gönnen uns dort noch ein Abendessen beim Panda Express und ein unverschämt teures Eis. Wäre bei uns Eis auch so teuer … hui.
Danach ab ins Hotel und schnell noch alles sortieren bevor die Lichter ausgehen.

Mahalo fürs Lesen.
A Hui Hou Kākou („Until we meet again“)