Tag 2 (O’ahu) – Hoch hinaus und Hula

Morgen steht schon unser letzter Tag in O’ahu an und es hat sich leider fortgeführt, dass wir unsere Tagesplanung absolut nicht einhalten können. Viele Sehenswürdigkeiten fehlen uns leider noch, aber der Aloha Spirit ist hier eindeutig zu spüren. Alles dauert einfach ein bisschen länger. Überall verweilt man ein wenig mehr weil es so schön ist.

Den ersten richtigen Tag auf Hawaii (also Tag 2) begannen wir recht früh mit einem ausgiebigem Frühstück in unserem Hotel. Dies ist zwar nicht sehr abwechslungsreich aber es ist alles da was wir uns wünschen. Im übrigen sind die Früchte hier wirklich besser als zuhause in der Heimat. Alleine wie saftig Ananas sein können – mmmmh. Aber genug vom Essen.

Direkt danach machten wir uns auf zum Diamond Head. Dies ist ein erloschener Vulkankrater direkt neben Honolulu und wirbt mit einer fantastischen Aussicht auf die Hauptstadt.
Leider hat an diesem Morgen alles sehr lange gedauert, was normal ist bei so einem Trip. Man muss sich erst an die neue „Lebensweise“ gewöhnen und alles geht erst mal nicht so glatt. So sind wir ganze 2 Stunden später, als eigentlich geplant angekommen und sollten dies sofort bereuen. „Keine Parkplätze mehr frei für heute“ heißt es gleich am Eingang. Unsere tägliche Zusatzmeile legen wir also gleich von einem weiter unten gelegten öffentlichen Parkplatz ein – toll.

Der Trail hinauf ist zwar mit knappen 2km (one way) nicht so weit aber die Höhe, Hitze und schwüle Luft sind nicht zu unterschätzen. Insgesamt sind es über 150 Stufen und das bei keinem Schatten. Das wäre alles nicht so schlimm aber die Massen an Touristen sind nicht mehr schön. Tausende davon drängen sich den schmalen Weg hinauf und so haben wir auch keine Lust Fotos zu machen. Stellt es euch wie eine gigantische Schlange an der Kassa vor die nur sehr langsam vor rückt.

Hier bewährt sich auch zum ersten Mal meine neue Kameraaufbewahrung. Bei langen Urlauben habe ich immer meinen großen Deuter Wanderrucksack mit. Dieser ist zwar ergonomisch genial, bietet aber kein Fach für die Kameraausrüstung. Dafür gibt es aber eine einfache Abhilfe, die man aber erst einmal kennen muss. Im Internet findet man unzählige Kameraeinsätze die sich einfach im Rucksack verstauen lassen. Dieses Modell* passt zum Beispiel exakt in das untere Fach meines Rucksacks, und so muss ich weder auf den Schutz der Kamera noch auf Komfort beim Wander verzichten.

Kurzer Exkurs: mittlerweile wissen wir, dass hier das Leben extrem früh beginnt. Mit extrem früh meine ich, dass um 6:30 schon viele auf das Frühstück warten. Es scheinen spätestens um 5 Uhr hier alle auf den Beinen zu sein. Eine völlig verkehrte Welt. Ich meine übrigens die Touristen und nicht die Einheimischen. Aber auch diese sitzen um spätestens 6 Uhr bei den ersten Sonnenstrahlen bereits auf der Straße oder schwimmen auf ihrem Surfbrett im Meer.

Oben am Vulkan angekommen haben wir dann wirklich eine super Aussicht:

Oben auf dem Kraterrand sind noch alle alten Bunkeranlagen erhalten, jedoch die meisten davon nicht zugänglich. Schade eigentlich, denn die Aussicht wäre von einigen noch besser.

Direkt nach dem Abstieg geht es kulinarisch weiter. Wir probieren das erste einheimische Essen – Poke. In diesem Fall mit Thunfisch und Lachs. Eigentlich handelt es sich nur um rohen marinierten Fisch zu dem Reis und Salat gereicht wird. Wie die hawaiianische Version von Sushi. Sieht seltsam aus, ist aber extrem gut:

Danach machen wir auch schon Honolulu unsicher. Da ich ziemlich müde bin, bleibt die Kamera leider zu oft im Rucksack. Auch das Licht ist nicht toll, weil es komplett bewölkt ist. Das Wetter auf Hawai’i ist übrigens immer gleich: 25-29 Grad (Nach – Tag) und 100% Luftfeuchtigkeit 😉 Hier über Honolulu hängen meistens grauen Wolken die es aber nie bis zum Strand runter schaffen. Am Waikiki Beach ist also tatsächlich fast immer perfektes Wetter – solange man nicht nach hinten schaut.

Einiges bekommen wir, und ihr dann aber doch zu sehen. Na wer sagt, dass Amerikaner keine Kultur haben? Diese Tempel sind uralt 😉

Hier mitten in der Innenstadt stehen schon einige der berühmten Banyan Trees, von denen wir noch einige deutlich beeindruckendere Exemplare sehen werden. Das Besondere an ihnen sind die Luftwurzeln, mit denen sie die Feuchtigkeit aus der Luft absorbieren. Irgendwann sind diese so lang, dass sie den Boden berühren und dann scheinbar zu weiteren Stämmen des Baumen werden. So können sich die Kronen der Banyan Trees unfassbar weit ausbreiten.
Ein sehr kleiner Vertreter dieser Art:

Hier spricht uns übrigens eine Frau mit „Hallo“ an. Wir sehen sie verwirrt an und ich antworte auf Deutsch. Es stellt sich heraus, dass sie nicht viel mehr kann als „Hallo“, aber sie hat als Kind in Deutschland gelebt und erkannte deswegen unsere Sprache. Zeigt uns mal wieder, wie gerne US Amerikaner Deutsch sprechen und, dass wir einiges nicht zu laut sagen sollten 😉 Sie erzählt uns Geschichten über Gott und die Welt und nach 20 Minuten Smalltalk (natürlich dann auf Englisch) können wir weiter.

So sieht es übrigens direkt nach den glitzernden Hotelfassaden von Honolulu aus. Die Vorstadt ist typische südlich mit einem deutlich amerikanischem Touch geprägt. Sehr interessant dieser Kontrast:

Jetzt steht die 3 Mal in der Woche gratis stattfindende „Kuhio Beach Torch Lighting & Hula Show“ direkt am Waikiki Beach statt. Zu dieser spazieren wir gemütlich von unserem Hotel aus am Strand entlang und befinden uns damit technisch gesehen zum ersten Mal in diesem Jahr im Pazifik 😉 Am Weg zu der Show können wir auch unsere ersten Surfer beobachten. Die Wellen sind hier nicht sehr beeindruckend, aber die Leistung der Kinder (!) schon sehr.

Der Hula wird im übrigen von Frauen und Männern gleichermaßen getanzt.

Wir lernen einiges über die Tradition des Hulatanzes. Und nein dazu braucht man keinen Reifen der um die Hüfte geschwungen wird 😉 Vielmehr erzählt der Tanz eine Geschichte. Ähnlich wie ein Buch heute, wurde damit früher Wissen weitergegeben. Faszinierend und leider etwas schade, dass dies touristisch so ausgenutzt wird. Hula ist eine hohe Kunst und es dauert viele Jahre um diese zu perfektionieren. Ganz abgesehen von diesem geschichtlichen Hintergrund, ist die Musik und Bewegung einfach cool 😉

Fazit der Vorführung: eine sehr tolle Show und eine geniale Atmosphäre. Und das alles umsonst und mitten am Strand. Was will man mehr?

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