Unglaublich aber wahr … unsere drei Wochen Urlaub sind bereits wieder vorbei. Es kommt uns vor als wäre es erst gestern gewesen als wir im Stau zum Flughafen gestanden sind und total nervös waren. Als wäre es nur wenige Stunden her, dass wir endlich wieder unsere Füße auf amerikanischen Boden gesetzt, unseren ersten Starbucks Kaffee aus der Glasflasche getrunken und endlich wieder einen Shake Shack Burger gegessen haben.

Am 1. Juni hoben wir in Wien ab und sind wenige Stunden später in Chicago gelandet. Auch wenn der Wetterbericht für die ersten Tage nur Regen angesagt hat, hatten wir dann doch sehr viel Glück mit nur Sonnenschein. Chicago ist eine tolle Stadt, die für uns genau die richtige Mischung aus Washington und New York City beziehungsweise Europa und USA darstellt. Hier haben wir uns erst einmal wieder an die amerikanische Kultur gewöhnt, sind zwischen Hochhausschluchten spazieren gegangen und haben die Seele am Michigan See baumeln lassen.
Nach drei Nächten ging es auch schon mit dem Flugzeug nach Las Vegas weiter, wo unser Roadtrip beginnen sollte. Die Zeichen standen mit der Übernahme unseres Jeep Grand Cherokee sehr gut und so fanden wir uns sehr bald auf dem ersten Trail unter der brennenden Wüstensonne wieder.

Die Route führte uns über den Zion und Bryce Canyon bis hin zu unserem Zwischenstopp in Moab. Bis dahin hatten wir schon sehr krasse Gegensätze erlebt. Von den Sanddünen im Coral Pink Sand Dunes SP bis hin zu den begrünten Schluchten und Flüssen im Zion National Park. Sehr lange Trails bei enormer Hitze stecken uns mittlerweile in den Beinen. In Moab eröffnete sich für uns ein weiterer Teil der amerikanischen Kultur: Extremsport. Dies hier ist eindeutig das Mekka für Sportler und Abenteurer allen Könnens- und Altersstufen.
Hier finden sich aber auch Parks wie der Arches und Canyonlands National Park, die uns auf Grund des Wetters (Stichwort: Sturm) und den Touristenmassen aber weniger begeisterten. Der Sonnenaufgang am Mesa Arch zählt jedoch zu meinen absoluten Highlights und war eine Wohltat für meine fotografische Seele.

Der Umweg ins Monument Valley hat sich dafür umso mehr bezahlt gemacht. Nicht günstig aber jeden Cent wert war das Hotel, das es möglich machte, dass wir sowohl Sonnenuntergang, als auch Sonnenaufgang bequem genießen konnten. Und hier folgte dann ebenfalls ein weiteres Highlight. Zum ersten Mal durfte ich die Milchstraße mit meinen eigenen Augen und ohne Hilfsmittel sehen. Fotografisch blieben mir hier leider große Würfe verwehrt, aber das Erlebnis war unbeschreiblich.

Zwei Drittel der Reise sind um, aber nun geht es direkt zu unserem letzten großen Highlight: dem Yellowstone National Park. Wir wissen nicht so genau was wir davon erwarten sollen, haben gar ein wenig Angst vor den Touristenmassen. Außerdem macht sich natürlich langsam eine gewisse Erschöpfung breit. Die Vorfreude mobilisiert in uns aber neue Kräfte und so stapfen wir bald im gigantischen Vulkankrater herum, immer auf der Suche nach fantastisch leuchtenden Pools oder Tieren.
Hier entdecken wir unsere Leidenschaft dafür durch die Landschaft zu fahren und stets die Augen nach wilden Tieren offen zu halten. Eine Minisafari, wenn man so will. Wer weiß wie lange es bis zu einer richtigen dauern wird 😉

Die Zeit verrennt viel zu schnell und mit einem langen Fahrtag von fast 1.000 Kilometern und Zwischenstopps in unglaublichen Mondlandschaften (Craters of the Moon NM) und den unendlichen Salzfeldern der Bonneville Salt Flats, sind wir an unserem letzten Ort dieser Reise angelangt – Salt Lake City. Die Stadt, die durch die Olympischen Winterspiele bekannt wurde begeistert uns durch die unglaubliche Freundlichkeit ihrer Bewohner, die Sauberkeit, genauso wie durch ihre Architektur. All dies ist wohl auf die Kirche der Mormonen zurück zu führen, die uns ein Stück der jungen amerikanischen Kultur näher bringt. Mit dieser weiteren Facette eines sehr abwechslungsreichen Urlaubs endet dieser leider auch schon wieder und wir landen nach exakt drei Wochen am 23. Juni wieder sicher in Wien.

„Aus und vorbei“ ist der Titel dieses Beitrages. Dieser klingt aber wohl ein bisschen zu melancholisch. Denn wir bringen viel von den drei Wochen mit nach Hause. Nicht nur Bilder und Erlebnisse. Nein auch Erfahrungen. Wir haben viel gelernt, wieder einiges der Kultur besser verstanden und haben uns persönlich ein kleines Stück weiterentwickelt. So eine Reise verändert nachhaltig und wir möchten keine Minute davon missen.
Insgesamt hat alles so dermaßen perfekt funktioniert, dass wir nichts anders machen würden.

Aber jetzt mal zu den Zahlen:


Fakten und Zahlen

  • Wir sind ca. 320km zu Fuß gegangen.
  • Mit unserem Jeep Grand Cherokee sind wir 4.700 Kilometer ohne ein einziges Problem gefahren und
  • haben dabei im Schnitt 10,1 l/100km verbraucht. Das ist zwar viel, aber gemessen an der Leistung des Wagens doch recht gut.
  • Wir haben also knapp 416 Liter getankt und dabei durchschnittlich 2,73 $/Gallone (= 0,63 €/l) gezahlt.
  • Wir haben 21 Nächte in 14 verschiedenen Hotels übernachtet. Dabei gab es nicht einmal ein Problem mit der Buchung. Wir sind davon immer noch überrascht …
  • Das teuerste Hotel hat uns 301 EUR pro Nacht (Yellowstone Old Faithful Snow Lodge) und das günstigste 71 EUR pro Nacht (Escalante) gekostet.
  • Die längste Distanz die wir an einem Tag überwunden haben, waren 927 Kilometer von West Yellowstone nach Salt Lake City (Tag 20)
  • Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Urlaub auf 4.200 EUR pro Person. Das ist im oberen Durchschnitt für so einen Urlaub … wir waren jedoch auch in sehr vielen hochpreisigen Hotels, diese haben sich leider nicht vermeiden lassen (Ärztekongress, Yellowstone, etc.) und haben beim Essen sowie vor allem beim Trinken nicht gespart.
  • Davon haben wir 530 EUR in bar bezahlt. Diesen Anteil könnte man aber deutlich reduzieren, wenn man will.

Wir haben diesmal die Kosten in Kategorien aufgeteilt und eine Grafik erstellt:


Anmerkung: Die Kosten in der Grafik sind jene für zwei Personen.


Wir wollen den Urlaub noch ein wenig Revue passieren lassen und bewerten diesen in unterschiedlichen Kategorien:

Schönster Hike:
Gerald und Katrin: Willis Creek Slot Canyon (Bericht Tag 9)

Enttäuschenster Hike:
Gerald und Katrin: Mud Volcano Trail (Bericht Tag 18)

Schönster Straßenabschnitt:
Gerald: Highway 24 durch den Captiol Reef National Park (Bericht Tag 11)
Katrin: Zion – Mount Carmel Hwy (Bericht Tag 6)

Schönstes Erlebnis:
Gerald: Sonnenaufgang am Mesa Arch und Milchstraße im Monument Valley (Bericht Tag 12 und Bericht Tag 14)
Katrin: Klettern durch den Peak-a-Boo Canyon geschafft zu haben (Bericht Tag 10)

Negativstes Erlebnis:
Gerald: Von Touristengruppen an Viewpoints einfach weggestoßen zu werden (Bericht Tag 18)
Katrin: Sandsturm beim Upheavel Dome im Canyonlands National Park (Bericht Tag 12)

Schönster Park (National und State Park):
Gerald: Coral Pink Sand Dunes State Park (Bericht Tag 6) und Snow Canyon State Park (Bericht Tag 5)
Katrin: Bryce Canyon National Park (Bericht Tag 8)

Enttäuschenster Park (National und State Park):
Gerald und Katrin: Goosenecks State Park (Bericht Tag 15)


Zum Abschluss bleibt uns nur noch sich bei euch zu bedanken. Danke, dass ihr den Blog gelesen und teilweise auch Kommentare dazu gepostet habt. Auch die stillen Mitleser zeichnen sich in den Besucherzahlen ab, und diese sind es die mich jeden Tag zum Weiterschreiben motiviert haben.
Ja es war viel Arbeit und es ist viel Zeit hinein geflossen. Ich hoffe daher, dass auch euch die Zeit nicht zu schade war und ihr den Blog gerne gelesen habt. Ich hoffe außerdem, dass sich meine Recherchen ausgezahlt haben und ihr etwas über diesen Teil der USA dazulernen konntet. Es ist nicht alles so wie man es als Europäer erwartet und es gibt deutlich mehr in dieser Gegend zu sehen als nur den Yellowstone.

Im besten Fall konntet ihr einige Anregungen für eure Reise mitnehmen. Und wer weiß wie es 2018 weiter geht …? Wir schmieden jedenfalls schon die Pläne für den nächsten Urlaub 😉

Wenn es noch jemanden gibt der nicht alle Berichte dieser Reise kennt: hier könnt ihr alle nachlesen

Danke, Gerald und Katrin …

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Auf dieser Etappe kamen unter anderem folgende Dinge zum Einsatz: